, Marion Veith / al

Königinnen-Vermehrung und Fütterung...

...um langlebige, leistungsstarke Bienen zu erhalten

Am 31.05,25 konnte ich einen Vortrag von Buckfast Süd in Homburg, quasi fast vor meiner Haustür, bei Herrn Simon über Königinnenvermehrung und die Auswirkungen von Aminosäuren bei der Fütterung während der Zucht auf die Vitalität von Königinnen und Bienen im Allgemeinen besuchen.
Der Vortrag war praxisbezogen, im Vorfeld, so konnten wir alle sehen, hat Herr Simon sich für all die Demonstrationen an den Bienenvölkern sehr viel Mühe und Arbeit gemacht, um die verschiedenen und erforderlichen Schritte in der Vermehrung gebündelt an einem Tag demonstrieren zu können.


Interessant waren seine ergänzenden Ausführungen über Futtermittel, denen synthetisch erzeugte Aminosäuren bereits in der richtigen Dosierung beigemischt sind.
Fertige Portionsbeutel im richtigen Mischungsverhältnis. Man braucht nur die Packung öffnen und kann sofort verfüttern. Abwiegen oder Abmessen der entsprechenden Substanzen, sowie Anrühren sind hier überflüssig, was Portionierungsfehlern vorbeugt.

Aus meiner Sicht eine gute Sache, denn in der Nutztierhaltung spielt, unabhängig von der Art des Tieres die Dosierung für ein gutes Ergebnis eine entscheidende Rolle. Denn Aminosäuren sind sozusagen die Legosteine vom Eiweiß und Eiweiß ist Protein und deshalb kann es absolut kontraproduktiv sein, wenn ich mich da in der Dosierung der einzelnen Aminosäuren vertue.
Ein einfach mal so was zusammenmischen, ist da aus meiner Sicht der Dinge keine gute Idee, denn wer von uns kann den Nutrition Calculator von Randy Oliver im Netz schon bedienen?
Also ich nicht!
Deshalb erspar ich mir diese Arbeit und den damit verbundenen Streß und kaufe mir dann doch lieber alles fertig bei einem der diversen Anbieter des Imkereifachhandels, im richtigen Mischungsverhältnis.
Für welches Fertigfutterprodukt ich mich entscheide, oder ob ich ganz darauf verzichte, ist eine Frage der persönlichen Überzeugung. Denn auch bei den Futtermitteln ist es wie mit allem bei uns Imkern: “ Was dem einen sein Uhl, ist dem anderen seine Nachtigall!“

Ein sehr schöner Nebeneffekt des Vortrags war, dass ich ein paar ganz nette Imker kennenlernen konnte und es würde mich sehr freuen, wenn man sich irgendwann einmal wieder auf einer Veranstaltung der GdeB sehen würde!.

Als überzeugte Europäerin hat mich aber eine Sache an diesem Tag so richtig gefreut: Ich konnte feststellen, dass das „e“ im Logo der GdeB tatsächlich seine Berechtigung hat! Denn ein Imker reiste extra aus Belgien an, um an diesem Vortrag teilnehmen zu können. Zu gerne hätte ich diesem Herrn noch länger zugehört, denn er berichtete, dass er seine Königinnen wiegen würde und alles unter einem bestimmten Gewicht gelte bei ihm als untauglich und würde aussortiert. Warum und weshalb das so ist, ist ein spannendes Thema und vielleicht gelingt es ja Herrn Simon, diesen Imker für einen Vortrag in Homburg hierüber gewinnen zu können, damit wir alle mehr darüber erfahren könnten!

Ich möchte mich abschließend bei Herrn Simon für die Mühe, die er sich mit den praxisbezogenen Vorbereitungen zur Demonstration der Königinnenvermehrung gemacht hat, bedanken. Und auch seiner Frau gilt mein Dank, denn sie hat dafür gesorgt, dass wir alle bei dem extrem warmen Tag gut mit Getränken und Bratwürsteln versorgt waren.

Liebe Grüße an alle Teilnehmer

Marion Veith