HfWU Bienenkonferenz 2025...
Am Mittwoch, den 9. Juli 2025, durfte ich an der HfWU Bienenkonferenz auf dem
wunderschönen Hofgut Tachenhausen teilnehmen – ein Tag, den ich so schnell nicht
vergessen werde!
Schon bei meiner Ankunft war die Atmosphäre etwas ganz Besonderes:
Schulklassen, Lehrerinnen und Lehrer, Imkerinnen und Imker sowie Vertreterinnen und
Vertreter aus Wissenschaft und Bildung trafen sich auf dem liebevoll umgestalteten Gelände,
um sich einem wichtigen Thema zu widmen – den Bienen.
In diesem Jahr lag der Schwerpunkt auf den Wildbienen.
Nach der freundlichen Registrierung und einem kurzen Rundgang durch das Gelände wurde
die Konferenz offiziell eröffnet – mit einer herzlichen Begrüßung durch das Rektorat und das
Organisationsteam.
Die Eröffnungsrede von Prof. Dr. Barbara Benz, Rektorin der HfWU,
war motivierend und persönlich zugleich. Man spürte sofort, wie viel Herzblut sie und ihr
Team, insbesondere aus dem Bereich Schulkooperationen, in dieses Projekt gesteckt haben.
Im anschließenden Interview betonte Prof. Dr. Benz:
„Die HfWU veranstaltet die Bienenkonferenz als Plattform für Wissens- und
Erfahrungsaustausch zwischen Schüler:innen, Lehrer:innen, Imker:innen und
Wissenschaftler:innen. Wir wollen nachhaltiges Engagement fördern, junge Menschen für
Wissenschaft begeistern und durch altersgerechte Formate wie Vorträge und Workshops zum
Schutz von Bienen und Klima beitragen – ganz im Sinne unserer Mission‚ Bildung für Verantwortung.“
Gleichzeitig, so erklärte sie weiter, sei die Konferenz auch eine Gelegenheit, die Hochschule
kennenzulernen:
„Für viele Schüler:innen steht in den nächsten Jahren die Entscheidung an, wie es nach der
Schule weitergeht. Wir möchten zeigen, dass es bei uns spannende Studiengänge im Bereich
Umwelt, Nachhaltigkeit und Natur gibt – genau für junge Menschen, die sich für ökologische
Themen interessieren und Verantwortung übernehmen wollen.“
Ein echtes Highlight war gleich im Anschluss die Keynote von Michael Glück und Leland
Gehlen von der Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim. Ihr Vortrag
mit dem Titel „Faszination Wildbienen – Ungeahnte Vielfalt im Reich der Bienen“ öffnete
mir die Augen dafür, wie vielfältig, anpassungsfähig – und zugleich bedroht – Wildbienen
wirklich sind. Besonders beeindruckend waren die Aufnahmen seltener Arten, die ich zuvor
noch nie gesehen hatte.
Ebenso inspirierend war der Schülervortrag des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Marbach
über ihren selbst gestalteten Wildbienengarten. Es war großartig zu sehen, wie engagiert und
fundiert junge Menschen an ökologischen Projekten arbeiten – das machte Mut für die
Zukunft.
Nach einer kurzen Pause ging es mit weiteren spannenden Vorträgen weiter. Besonders
praxisnah war der Beitrag über die Imker-AG einer Schule in Ulm. Es schien, als wären
Schüler:innen und Lehrer:innen dort regelrecht „bienenverrückt“ – im besten Sinne!
Beim Mittags-Get-together wurde bei leckerem Essen weiter diskutiert und vernetzt. Ich
kam mit Imker:innen, Vorständen aus anderen Imkervereinen und Fachberater:innen ins
Gespräch. Der Austausch war offen, herzlich und voller Ideen – genau das, was eine
Konferenz lebendig macht.
Nach dem Essen folgten die Verlosung von Bienenhotels und der Markt der Möglichkeiten
– ein weiteres Highlight des Tages. Die Vielfalt der Stände war beeindruckend:
Von Lippenpflege mit Bienenwachs, über KI-Projekte gegen das Insektensterben, bis hin zu
unserer eigenen Station vom Landesverband Buckfastimker Süd e.V. mit Brutwaben-
Auszählung unter dem Mikroskop, wie wir sie auch im Rahmen unseres VSH-Projekts
durchführen – alles war mit viel Liebe zum Detail vorbereitet.
Viele Schüler:innen waren besonders fasziniert von den offenen Bienenwaben im L5-
Larvenstadium. Gemeinsam entdeckten wir sogar Varroamilben – ein echter Aha-Moment.
Die Jugendlichen waren überrascht, wie schnell sich die Milben auf der Wabe bewegten und
rasch wieder in Zellen verschwanden. Ein spannender und ungewöhnlicher Einblick in die
Welt der Bienen für viele Jungimker:innen und Wildbieneninteressierte.
Besonders lange verweilten die Schüler:innen an der Station zur asiatischen Hornisse – ein
hochaktuelles und brisantes Thema für alle, die mit Bienen arbeiten.
Im weiteren Interview betonte Prof. Dr. Benz:
„Die Bienenkonferenz ist auch eine Bühne für junge Menschen. Wer an einer Bienen-AG
teilnimmt, übernimmt Verantwortung, lernt wissenschaftliches Denken, stärkt Teamarbeit –
und leistet einen aktiven Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.“
Als Anerkennung für dieses Engagement erhalten die Teilnehmer:innen ein Zertifikat, das
bei Bewerbungen – sei es für ein Studium, ein Stipendium oder einen Job – ein echter
Pluspunkt sein kann.
Der Tag verging wie im Flug. Ich fuhr mit vielen neuen Kontakten, spannenden Projektideen
und einem Kopf voller Inspiration nach Hause. Die Mischung aus Wissenschaft, Praxis und
Gemeinschaft war einfach perfekt.
Besonders gefreut hat mich, dass mehrere Lehrer:innen auf uns – den Buckfastimker Süd
e.V. – zukamen mit der Frage, ob wir beim Aufbau von Imker-AGs an Schulen unterstützen
könnten. Wir nehmen diese Anfragen sehr ernst und werden unser Bestes tun, geeignete
Mentor:innen in den jeweiligen Regionen zu vermitteln.
Mein besonderer Dank gilt der HfWU, allen Mitwirkenden – und natürlich den Sponsoren,
ohne deren Unterstützung diese Konferenz nicht möglich gewesen wäre.
Der Landesverband Baden-Württemberg Buckfastimker-Süd e.V. sieht sich in der Verantwortung, genau dort präsent zu sein, wo die Imker von morgen beginnen, sich für die faszinierende Welt
der Bienen zu begeistern. Wir möchten mit Zuchtmaterial, Know-how und Unterstützung
dabei helfen, dass an Schulen funktionierende Imker-AG's entstehen und wachsen können.
Ich freue mich schon jetzt auf die HfWU Bienenkonferenz 2026 – und darauf, noch mehr zur
Ausbildung und Begeisterung junger Menschen für unsere Bienen beizutragen.